Montag, 13. Juni 2011

Sommer!!!

Auch hier ist mitlerweile der Sommer eingekehrt... Woran man es erkennt? Die Grizzly Bären erwachen aus dem Tiefschlafen und fangen an, sich in Bewegung zu setzen. Es sind solche gewaltigen und massiven Tiere, beeindruckend wie ein Gewitter.

Unweit vom Camp ist der erste Winterschläfer erwacht
 Letzte Woche hatten wir eine Gruppe von ca. 80 Campern hier, das heißt also volles Programm. Ich habe zwei Tagestouren auf einen Berg mit einem Teil der Gruppe gemacht und wir haben eine Höhle erkundet. Nach so vielen Tagen wandern, werden einem die Beine doch etwas müde. =)

kontrolliertes Feuer
 Da der Sommer angebrochen ist, werden hier kontrollierte Feuer rund ums Gebäude gemacht, um einen unkontrollierten Brand zu vermeiden.
Die letze Zeit war stressig aber auch aufregend für mich. Seit Ostern gibt es neue Mitarbeiter, von denen auch einer mein neuer Gebetspartner Matt ist.

Matt (mein Gebetspartner) und ich
Nachdem mein alter Gebetspartner Tim Taylor nach drei Jahren hier am Camp in eine andere Stadt gezogen ist, bin ich nun froh, dass Matt hier ans Camp gekommen ist und mein Gebetspartner sein wollte. Hin und wieder machen wir auch was zusammen in unserer Freizeit.
Das Foto ist auf einer Übernachtung unter freiem Himmel in den Rockys entstanden.

Seit das Eis aus dem See am Camp vollständig geschmolzen ist, gehe ich oft Fliegenfischen. Das ist mein neues Hobby und ich habe sogar eine Angellizens für Alberta erworben.

Beim Angeln
Meine Arbeit am Camp sieht im Moment so aus, dass ich ca. drei Tage in der Woche im Programming bin (d.h. mit den Campern z.B. klettern, wandern, kanufahren, höhlentouren oder auch mountainbiken gehe...) und zwei Tage am Camp arbeite (Reperature o.ö.).
An den Wochenenden (Freizeit) machen wir hier verschiedenste Aktivitäten, z.B.gehen wir zum Übernachten raus oder wir gehen klettern in den Rockies etc..

Wochenendtrip mit ein paar Mitarbeitern
In den letzten Wochen hatte ich oft wenig Schlaf, da man mit den Campern bis abends ca. 23 Uhr zusammen ist, Geländespiele, Lagerfeuer etc macht und dann morgens um 7 Uhr wieder auf der Matte steht und Frühstück vorbereitet. Doch die Zeit war und ist trotzdem aufregend und bereichernd.
Ich lerne hier im Camp in Gemeinschaft zu leben und auf der anderen Seite aber auch Zeit mit Gott alleine zu verbringen.
Nun verbleiben keine 10 Wochen  mehr bis ich wieder nach Deutschland zurückfliege. Die Wochen verfliegen unglaublich schnell, und auch wenn ich die Zeit hier genieße, freue ich mich auch darauf, bald wieder Zuhause zu sein.

Bis dahin möchte ich ein Segen für die Menschen sein, denen ich hier (im Camp) tagtäglich begegne.
Bis bald, euer Timo

Sonntag, 10. April 2011

Timo&Isa in Kanada "wie Urlaub"

Nachdem Isa nun seit ca. zwei Wochen wieder in Deutschland ist, wollen wir euch Anteil haben lassen an unserer wunderschönen Zeit zusammen.


Verlobung
Deswegen zunächst einmal nochmal unsere Verlobungsfotos :-)









  Zu dieser Zeit waren wir in der Nähe der Stadt Rocky Mountain House ca. eine Stunde vom Camp entfernt. Dort haben wir drei tolle Tage verbracht. Z.B. haben wir eine Wanderung über einen gefrorenen Fluss mit Schneeschuhen gemacht.






Einmal haben wir sogar in einem Quinzee
(ähnlich wie ein Iglu) geschlafen.
Die Innentemperatur war ca. 10°C wärmer als die Außentemperatur.

Quinzee von innen :-)


















Arbeiten
 Dann waren wir einige Wochen im Camp und haben gearbeitet. Isa hat mir manchmal geholfen, z.B.sind wir ein paar mal zu einer großen Müllsammelstelle gefahren (siehe Foto unten). Meistens hat sie aber in der Küche mitgeholfen.



Wir waren auch zusammen Eisklettern
(an der Eiswand am Camp) und Bouldern.


Im Boulderraum



Außerdem sind wir noch Crosscountryski gefahren
und die Hunde waren immer mit dabei.













Wilde Tiere haben wir auch einige gesehen:
















Wir haben viele lange Spaziergänge über den See am Camp gemacht:


See am Camp

Aber wir sind auch hoch hinauf gewandert (Allstones Creek ca 2200m).
Der Schnee war zwischenzeitlich sehr sehr hoch.

Genervt vom hohem Schnee ;-)

Trip in die Nationalparks

In der letzten, der vier Wochen sind wir in Urlaub gefahren. Wir waren zuerst im Nationalpark Jasper, dann im Nationalpark Banff und in Lake Louis (Skigebiet) und dann in Calgary (alles in Alberta).Hier nun einige Fotos aus unserer Urlaubswoche.
Highway 11
 Riesige Eiswand
Columbia Icefield

 Jasper Magline River

Eishöhle

Auf dem Canyon






















Außerdem waren wir  in "Hot Springs" (natürliche heiße Quellen) in British Columbia:



Nicht zu vergessen sind die wunderschönen Berge und Schnee, Schnee, Schnee....

Isa piekst den Berg

Und nicht zu vergessen die kanadische Vertrauenswürdigkeit (Schlüssel für uns an der Haustür im Briefumschlag):

So das war ein bisschen ein Einblick in unsere Zeit, die wir zusammen in Kanada hatten. Wir sind sehr dankbar für euer Gebet und jede andere Unterstützung. Mir geht es soweit gut. Der Sommer steht auch hier vor der Tür (auch wenn man es dem Wetter nicht anmerkt). Aber im Mai haben wir nur einen einzigen Tag ohne Camper hier. Es wird eine stressige aber auch aufregende Zeit.
Bis bald, euer Timo

Projekt Skid Steer

Das letzte größere Projekt, welches ich am Camp hatte, war das Modifizieren unseres Skid Steer. Es sollte sich sowohl zu einem Gabelstapler umfunktionieren lassen,  als auch zu einem Gefährt, das Anhänger schieben kann. Das war die Aufgabe, dann ging es auch schnell in Pläne über. Mein Cheff Ronny besorgte mir von einem Schrottplatz eine Fassung für eine Anhängerkupplung und dann ging ich auf die Suche rund ums Camp für mehr Material.


Auf meiner Rundtour fand ich so einiges und entschloss mich, zwei alte Gestelle von großen Schildern zu zersägen, eine Halterung von einem alten Bootssteeg, ein altes Gestell für einen Benzintank, welches hier in riesige Tonnen gelagert wird und ein paar andere kleinere Eisengestelle, die mir über den Weg gelaufen sind.

Der Plan stand und nachdem ich es mit Ronny abgesprochen hatte, konnte ich loslegen. Es ist großartig, hier eine riesige Freiheit zu genießen und einfach Ideen umzusetzen. Zuerst zersägte ich alle Teile auf die gewünschte Länge, dann ging es über zum spaßigen Teil, dem Schweißen.

Beim Schweißen
Nach einiger Zeit war es vollbracht... nachdem mir Schweißdraht und Schutzgas ausgegangen ist, gab es eine kleine Unterbrechung doch schnell gab es Nachschub und ich konnte das Projekt fertigstellen. Ich habe aus dem Bootssteeg das Grundgestell für die Anhängerkupllungsaufnahme angefertigt, aus den Gestellen der großen Schilder dann die Gabeln für den Gabelstapler. Anschließend habe ich die Schaufel des Skid Steer noch etwas bearbeitet, bzw.  einen Teil rausgeschnitten und neu geschweißt, damit man besser mit dem Gefährt schaufeln kann, außerdem habe ich noch Verstärkungen an den Seiten angebracht. Zum Schluss dann etwas Farbe drauf und "Peace". Fertig...
Schaufel modifiziert und mit abhembarer Erweiterung




Soweit nochmal etwas von mir... ich sag mal auf bald.
Unser neuer Gabelstapler für die Arbeit rund ums Camp

Samstag, 19. Februar 2011

Break Forth 2011

um die 100 Stände
Für ein Wochenende nochmal in der Stadt..., das ist hier schon ein Erlebnis =)
Wir haben mit ein paar Leuten vom Camp mitgeholfen bei Break Forth, was wohl die größte Nord-Amerikansiche christliche Veranstaltung ist. Mein Aufgabenbereich zusammen mit ein paar anderen Männern war folgender: alle Gegenstände, die die verschiedensten Organisationen brauchten, um sich vorzustellen von Frontier Lodge bis Senheiser, vom Loading Dock zu den jeweiligen Ständen zu transportieren.


 
Hauptversammlung wichtige Leute sprechen
John Eldredge
Dafür, dass wir dort mitgearbeitet haben, konnten wir nach unserer Arbeitszeit in Vorlesungen gehen oder Workshops besuchen. Ich habe auf dieser Veranstaltung sehr viel Input bekommen und hatte das Gefühl, gar nicht die Zeit zu haben alles zu verarbeiten... . Aber nichts desto trotz war es eine sehr gute Erfahrung. Sowohl das Arbeiten als auch die Vorlesungen. Besonder angesprochen haben mich die Vorlesungen von John Eldredge. In einer seiner Vorlesung hat er über Jesus gesprochen, dass er nicht religiös war und wie viele Leute heute ein verschleiertes Bild durch die Kirche von Jesus haben. In einer anderen Vorlesung ging es um den Mann und seine Rolle.

Außerdem gab es noch Konzerte und Worship zB. von Casting Crowns, welche mir persönlich nicht so gut gefallen haben, da war ein Rock Konzert in einer alten Kirche von Downhere schon was anders.

Downhere
Casting Crowns










Break Forth liegt nun wieder eine Weile zurück und ich arbeite schon seit einigen Wochen wieder am Camp. Es gab keine unschönen Zwischenfälle wie eingefrohrene Wasserleitungen oder defekte Heizungen, wofür wir dankbar sein können. Wir haben hier zwar noch tiefsten Winter aber man merkt schon, dass es auf den Sommer zugeht, da es hier immer stressiger wird und immer mehr Menschen zum Camp kommen. Ich habe das Gefühl, hier ist jetzt jeden Monat mehr los, mehr Gruppen mehr Kinder, mehr Arbeit... es ist ziemlich erfreulich, dass so viele Kinder und Jugendgruppen hier raus kommen um Gottes Wildnis zu erfahren und zu erleben.
Am kommenden Wochenende haben wir hier ein Adventure Race, bei diesem arbeiten wir mit Wycliff den "Bibelübersetzern" zusammen. Es werden 10 Gruppen a 4 Leuten erwartet, die dann gegeneinander antreten im Bergsteigen, Klettern, Eisklettern, Abseilen... . Diese Wochenenden sind bekannt dafür, dass sie eine super Erfahrung sind und auch super anstrengend. Ich bin gespannt... für mehr Information über das Rennen http://www.wycliffe.ca/raceto2025/index.html 

Soweit die Neuigkeiten, jetzt zum Wetter... Es wird kälter.

Ganz liebe Grüße aus der Ferne, Timo

P.S. Bald ist für mich hier Halbzeit und in einer Woche kommt meine Freundin Isabel mich besuchen, worauf ich mich sehr freue!